Gruppentraining mit Dr.König - Das gibt es nur bei uns !
Körperliche Bewegung hilft nicht nur bei der Gewichtsreduktion, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die allgemeine Fitness und das Herz-Kreislauf-System. Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes (relativer Insulinmangel) sollte regelmäßige körperliche Betätigung sogar eine zentrale Komponente ihrer Therapie sein. Denn Sport kann helfen, die Blutzuckerwerte zu senken, indem er die Insulinwirkung verbessert. Bei Menschen die Vorstufen eines Diabetes haben, z.B. eine sogenante pathologische Glucosetoleranz kann durch Sport und Ernährungsumstellung das Auftreten eine Diabetes verhindert oder herausgezögert werden. Auch bei Menschen mit Typ 1 Diabetes (absoluter Insulinmangel) ist regelmäßiger Sport sinnvoll, da er auf die Stoffwechselsituation oft stabilisierend wirkt und sogar Blutfettwerte und Blutdruck verbessern kann. Voraussetzung ist aber, für alle Menschen mit Diabetes die mit sportlicher Aktivität beginnen, eine gewissenhafte Kontrolle der Blutzuckerwerte und eine Anpassung ihrer Therapie. Eine gute Beratung bzw. Schulung sollte obligatorisch sein. Folgende Aspekte müssen berücksichtigt werden:
Stoffwechsel und Bewegung
Bei körperlicher Belastung benötigen die Muskelzellen mehr Energie als sonst, beim Nichtdiabetiker wird dann automatisch weniger Insulin ausgeschüttet. Dadurch ist der Körper in der Lage, die gespeicherten Zuckerreserven zu mobilisieren, in der Leber Glukose herzustellen und auch die Fettsäuren zur Energiegewinnung zu nutzen. Menschen mit Diabetes hingegen müssen einerseits dafür sorgen, dass die Bewegung keine Unterzuckerung hervorruft. Andererseits sollte kein Insulinmangel herrschen, weil sonst der Blutzucker bei körperlicher Aktivität stark ansteigt.
Regulierung des Blutzuckers
Die Messung der Blutzuckerwerte vor, während und nach der Bewegung ist unverzichtbar für die eigene Sicherheit! Nur dann können entsprechende Maßnahmen zur Regulierung des Blutzuckers ergriffen werden. Unterzuckerungen lassen sich verhindern durch das Absenken der Insulindosis und/oder zusätzliche Kohlenhydrate. Insbesondere nach einer längeren Aktivität ist mit einem späteren Blutzuckerabfall und möglichen nächtlichen Unterzuckerungen zu rechnen!
Überlegungen vor Beginn der körperlichen Aktivität
Voraussetzung ist ein gründlicher medizinischer Check-up in Absprache zwischen Diabetologe und Hausarzt. Hier sollte neben evtl. vorliegenden Begleiterkrankungen auch der Trainingszustand des Patienten bedacht werden. Untrainierte Menschen mit Diabetes verfügen über geringere Glykogenspeicher und sind somit leichter der Gefahr einer Unterzuckerung ausgesetzt. Die Dauer, Stärke und Art der Bewegung ist entscheidend für die richtige Insulindosis. Die Insulindosierung muss im Vorfeld unbedingt auf die Bewegung abgestimmt werden! Die Aufnahme einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit muss während der gesamten sportlichen Aktivität gewährleistet sein. Es müssen Pausen eingeplant werden, um den Blutzucker zu kontrollieren. So kann rechtzeitig der Bedarf an zusätzlichen Kohlenhydraten erkannt werden.
Auswahl der geeigneten Sportart(en ) bei Diabetes
Bestehen keine ernsten Folgeerkrankungen, können praktisch alle Sportarten ausgeübt werden. Es gibt natürlich Sportarten, die für Diabetiker riskanter sind als andere, (z.B. Klettern oder Tauchen). Umso wichtiger ist es bei diesen Sportarten, die Blutzuckerwerte ständig zu kontrollieren, um nicht sich und andere infolge einer schweren Unterzuckerung zu gefährden. Ausdauersportarten, wie z.B. Laufen, Schwimmen und Radfahren, sind besonders gesund für das Herz-Kreislauf-System und für die Lungen. Wenn die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert werden soll, ist ein regelmäßiges Kraft - Ausdauertraining (mehrmals wöchentlich) empfehlenswert. Dabei sollte sowohl Dauer als auch Leistung langsam gesteigert werden. Die ersten Trainingseinheiten sollten unter Aufsicht eines in der Diabetologie erfahrenen Arztes und eines erfahrenen Fitness – Trainers erfolgen, solange bis der Diabetiker erlernt hat welche Grundregeln beachtet werden müssen und bis er erlernt hat wie sein eigener Körper auf sportliche Anstrengung reagiert.